TEXTE


Erben des Vergessens (1997)

Format: Album CD-R
(Eigenproduktion)
Beschreibung Texte



Im Zwielicht

Die Grenze zwischen Hell und Dunkel schnell durchschreite ich sie und verlasse jenen Ort, der mir vertraut und ewig schien in lichtgen Farben ewig schien. Ein Tropfen kalten Wassers, das kühlt den Stein und läßt mich sein auf Ewigkeit allein. Im Zwielicht Die Barriere zwischen Hell und Dunkel langsam wandeln auf und ab erkennend das Jetzt und Hier nur der Morgen bleibt verwehrt - auf ewig. In der Ferne vertraute Klänge, die spielen mir vor ein Lied und klein und schwach ich nun bin selbst jetzt Teil der Melodie. Im Zwielicht Die Tränen wein ich in mich selbst hinein fallend in den stillen Fluß meines Körpers auf das sie eines Tages wiederkehren im Strom der Zeit - im Zwielicht.

Erben des Vergessens

In schwarz gekleidet und mit dunklen Gedanken in tiefer Trauer und ewig weinend Erben des Vergessens. Nicht wissend um das, was war, was sein wird, was ist. Der Erbe des Vergessens bleibt leidend und stumm. In schwarz gekleidet und mit dunklen Gedanken. In tiefer Trauer und ewig weinend. Ihr seid die Erben des Vergessens. Erkennt dies nun und tanzt Euren Tanz den Todestanz Ein Schritt vor ein Schritt zurück ein Schritt vor ein Schritt zurück In schwarz gekleidet und ewig leidend

Von der Einsamkeit

Die Zeit neigt sich dem Ende schon schwach mein Körper geboren. Das Ende lange vorbestimmt weißer Schnee fällt von den Wolken. Älter und älter werdend erfahre ich das, was ich nie erleben werdt. Einsam geboren, einsam gestorben, ein Leben voller Trauer und voller Leid Einsam geboren und einsam gestorben. Mein Weg ist hier zuende, die Zeit naht herbei. Schwebe davon vergesse diese Welt vergesse all das Leid und all den Kummer. In stiller Erinnerung verbleibst Du nun mein Gedanke bei Dir auf immer. Einsam geboren, einsam gestorben. Ein Leben voller Leid und voller Trauer. Einsam geboren, einsam gestorben. Mein Weg ist hier zuende die Zeit naht herbei. Entfachte Flamme langer Zeit versuch das Spiel nun zu begreifen. Tanze Deinen Tanz so zeitlos. Einsam bist Du jetzt. Einsam wirst Du sein. Es ist an der Zeit Dein Ende naht herbei.

Der Lauf der Zeit

Der Lauf der Zeit verbirgt das, was einst gewesen das, was einmal war. Still und schweigend für immer das, was einst gewesen das, was ewig ist Augen der Dunkelheit ein Feuer das vergeht seine Glut hell leuchtend und zu Asche zersetzt Dein ist mein Weg still betrachtend bin ich wie die Last meines Körpers nun gänzlich zerfällt zu Asche zerfällt Und die Zeit vergeht Sekunden des Wartens so schnell vorbei zu schnell vorbei Mein warst Du gewesen nimmer mehr Dich werd ich spüren schließend meine Augen und fall herab Still und schweigend denkend noch an Dich Tränen meiner Seele und ruhend nun

Dein Weg

Befolge den Befehl Deines schwachen Geistes. Gefangen in Deiner Welt denkst nur Du an Dich. Dies ist nicht Dein Weg! Dein Kampf ist beendet. Deine Schlacht längst geschlagen. Doch Du kämpfst weiter! Dein Morden wird gerächt! Bitter an Dir gerächt! Hinter Dir zurück bleiben die Opfer. Tragend Deine Wunden und fühlend Deinen Schmerz. Ein Lärm aus Klagerufen, doch Dein Gehör bleibt verschlossen. Du gehst weiter und blickst nicht zurück. In der Ferne ein helles Licht Dir nun scheint. Du gehst ihm entgegen. Erkennst nicht seine wahre Gestalt. Nun bist Du es an dem gemordet wird. Von den Erinnerungen Deiner Opfer Stück um Stück zerschnitten! Süßlich schmerzhaft buntes Treiben, das an diesem Ort sein Ende fand. Dein Kampf ist beendet. Deine Schlacht längst geschlagen Doch Du kämpft weiter. Dein Morden wird gerächt. Bitter an Dir gerächt.

Schattenspiel

Im Licht der Zeit einen Schatten werfend. Im Wind des Ichs in ewiger Zeit jetzt und immer da. Leise denkt ein fremdes Wesen an das was unausprechlich scheint. Grübelnd und von Furcht zerfressen findet es nun den Weg in sein eigenes Grab und weiß Die Stunde ist gekommen sein Ableben ist nun da. Das Schattenspiel ist längst beendet sein Körper ist zum Sterben da. Es ist kalt. Im Licht der Zeit einen Schatten werfend. Im Wind des Ichs - in ewiger Zeit. Jetzt und immer da.

Schattenland

Im Schattenland wo du verweilst, nachdem es still um Dich geworden ohne Form du nun hier existierst und taub und blind allein die Ewigkeit spürst. Im Schattenland ein Land voll Düsternis und Dunkelheit. Dein Herz sich füllt mit stiller Einsamkeit und Eis sich wandelt in stumpfen Stein. Jetzt bist Du hier in einem fernen Land mit einem fremden Gesicht und einem anderen Lächeln. Die dunkle Seite des Lichts scheint in Deinen Augen beeinflußt schleichend Dein Innerstes und läßt Dich vergessen für immer vergessen Im Schattenland wo du verweilst, nachdem es still um dich geworden. Ohne Form du nun hier exisitiert und taub und blind allein die Ewigkeit spürst. Im Schattenland ein Land voll Düsternis und Dunkelheit. Dein Herz sich füllt mit stiller Einsamkeit und Eis sich wandelt in stumpfen Stein. Der Gang zurück bleibt Dir verwehrt. Die damals waren, wollen Dich nicht kennen nie mehr kennen. So bleibe nun in jenem Land mit einem fremden Gesicht einem anderen Lächeln einem anderen Ich Im Schattenland

Der Soldat

Du bist der Soldat Herrscher über das Leben nimmst so oft den Tod führst viele Schlachten Tag für Tag und Mord für Mord Kopf oder Zahl Dir ist es egal Dein Bajonett sticht Deine Waffen sind gar fürchterlich Doch der Tag kommt zu leisten Deine Schuld zu bringen Dein Opfer bald Du bist der Soldat Herrscher über das Leben nimmst so oft den Tod führst viele Schlachten Tag für Tag und Mord für Mord Soldat.

Herr der Finsternis

Es ist der Herr der Finsternis, der mich zu sich ruft. Ich muß ihm folgen. Schnellen Schrittes begleit ich ihn und folge ihm. Der blaue Himmel färbt sich schwarz - die dunklen Wolken rot geworden und Blicke zucken grell Der Herr schaut herab auf sein eignes Werk betrachtend all die kleinen Seelen sie sind so schwach Herr der Finsternis Es ist der Herr der Finsternis, der mich zu sich ruft. Ich muß ihm folgen. Schnellen Schrittes begleit ich ihn und folge ihm. Weiss er um das Leid, das seine Taten bringen. Die Jahre vergehen nun dunkle Ironie. Erkennt er all das, was ihm das Leben brachte? Vor Trauer nun vergehend bald sein eigenes Opfer sein. Von weitem tiefes Grollen es scheint ein Lachen zu sein, das aus der Ferne tönt und ewig schallt. Es ist der Herr der Finsternis, der mich zu sich ruft. Nun erkenne ich ich bin es selbst geworden Die bittere Realität ich werd es immer sein.

Mein Liebling

Mein Liebling schicke mich weit fort von jenem Ort, der die Erinnerung in mir weckt. Vergessen ist das Heute, das Morgen Allein die Zeit heilt alle Wunden. Im Paradies der verlorenen Tränen bin ich nun gefangen ohne Ausweg ohne Ziel allein mit meinen Tränen Die Erinnerung an Dich tiefe Wunden reißt ein Feuer in mir nur als Gedanke verbleibt Mein Liebling vergeß mich jetzt zu spät Dein Kummer, der Dich nun weinen läßt. Der Morgen schon vorüber die Wunden fast verheilt allein ich nun auf ewige Zeit. Doch eines wird sein für immer mein. Die Erinnerung an Dich in Gedanken Dein. Im Paradies der verlorenen Tränen erkennend den Ausweg nun wissend das Ziel doch der Preis zu hoch und doch zuviel

Das Todesspiel

Der Würfel fällt das Spiel ist beendet die Entscheidung getroffen. Ich bin es. Mein Glück ist vergänglich. Die Erkenntnis schmerzt. Der Preis zu hoch und unangemessen. Das Todesspiel nun naht. Ich bin es, der an der Reihe ist. Ich bin es. Es fällt die Wahl auf mich verlassen muß ich Euch - erfüllen meine Schuld, die Ihr mir gegeben die ihr mir gegeben und nun genommen die ihr mir gegeben und jetzt genommen. Weiter geht das Spiel der Würfel fällt erneut. Sein Opfer suchend und findend bald bald. Es ist das Todesspiel das Todesspiel.

Bube der Stäbe

Es fällt das Urteil das oberste Gericht. Fortan nun Dein Schicksal ganz bestimmt in den Fängen der schwarzen Macht. Zögernd, zaudernd, geistig leer sehend Dich dort längst schon schlafend bis zu Deinem Tod. Es fällt das Urteil das oberste Gericht. Deine Sünde ist offenbar. Nicht mildern kann der Spruch. Nicht mildern kann der Spruch. Was, was hätte je sein können, was nie passieren durfte, was Freude Dir bereitet grelle Freude bringt anderen nur Leid grausames Leid. Nun Bube der Stäbe blicke in Dein Angesicht schau auf Dich herab und wandle in die Fänge des Todes


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Alle Gedichte wurden verfasst von Andreas J. Ohle
(1992-2013). Eine Verwendung der Texte ausserhalb
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