Interviews

  
BLACK MAGAZIN
02 / 2004

BLACK: Du lachst mich jetzt wahrscheinlich aus, aber beim ersten Hören habe ich an vier Bands gedacht: Relatives Menschsein, das ICH, PAZUZU und Arcana Obscura. Wo siehst Du Deine Musik?

Nun, Vergieiche zu anderen Bands finde ich immer etwas problematisch. Ich denke aber, dass es sicherlich die ein oder andere Gemeinsamkeit gibt. eXplizit einsam gibt es nun bereits fast so lange wie Relatives Menschsein bzw. Das Ich. Ich denke also, dass man ähnliche musikalische Wurzeln hat. Im Laufe der Zeit hat sich die Musik von eXpiizit einsam sehr gewandelt anfangs eher minimalisch elektronisch angelegt, vollzog sich im Laufe der Jahre ein Wandel hin einem Musikstil, der verschiedene Richtungen miteinander kombiniert. Ich würde sagen, es isi eine Fusion aus Mittelalter, Darkwave und Electronic. Die deutschsprachigen Songtexte han- deln oft von dem, was ich empfinde. Die Songs von eXplizit einsam sind zumeist melancholisch, depressiv, hoffnungslos und von einer düsteren Atmosphäre. Songthemen sind etwa Tod, Leben, Sterben, Liebe, Angt und Einsamkeit – vorwiegend rezitativ vorgetragen und dies ist sicher ein Anknüpfungspunkt zu Deiner Frage und gleichzeitig eine Gemeinsamkeit zu den genannten Bands .

BLACK: Erzähl mir doch bitte zu Anfang mal ein wenig über den ”Menschen” Andreas Ohle... Wie alt bist Du? Woher stammst Du? Wie verdienst Du eigentlich Deinen Lebensunterhalt?

Geboren wurde ich in einem Dorf genannt Langerwehe im Kreis Düren in der Nähe von Aachen. Das war am 20.März 1972 – also bin ich heute 32 Jahre alt. Kurz nach meiner Geburt sind meine Eltem nach Köln in eine Hochhaussiedlung gezogen. Dort bin ich aufgewachsen und vielleicht war es dieser Einfluss, der dazu führte, dass ich heute so bin, wie ich bin. Nach dem Abitur folgte der Zivildienst und dann ein Studium und letztendlich habe ich nun ein kaufmännisches Diplom in meinem Schrank liegen. Während dem Schreiben meinerDiplomarbeit lernte ich meine Frau kennen und wir sind nun schon fast 3 Jahre glücklich verheiratet und haben einen 2- jährigen Sohn . Zurzeit habe ich Elternurlaub und plane den Wiedereinstieg ins Berufsleben, wenn unser Sohn in den Kindergarten kommt. Mit der Musik begann ich bereits im Alter von 7 Jahren. Nach einer mehrjährigen klassischen Gitarrenausbildung wechselte ich jedoch recht schnell zu Piano und Keyboards über. Die ersten eigenen Songs schrieb ich Anfang der 90 er Jahre. Schon immer hatte mich die deutsche Sprache fasziniert und ich wollte in dieser Richtung aktiv werden. Nach einer unerwiderten Liebe im Frühjahr 1992 begann ich Songs über Einsamkeit zu schreiben. Schnell war auch der Name gefunden. Explizit Einsam drückt für mich sehr viel aus und wurde fortan der Name des Musikprojekts. Explizit Einsam ist für mich eine Steigerung von Einsamkeit. Man ist einsam, einsamer und vielleicht auch manchmal am einsamsten, aber ich finde explizit einsam ist da noch etwas mehr. Heutzutage ist für mich explizit einsam eine besondere Form von Einsamkeit, die weit über persönliche Beziehungen hinausgeht. Es ist einfach die Einsamkeit als Wesenseinheit. In sich selbst und zurückgezogen zu sein, allein mit seinen Gedanken.

BLACK: Dein offizielles Debüt ”auf ewig” behandelt hauptsächlich die menschliche Existenz bzw. deren zwangsläufiges Ende der Tod ist und das Leid, das das Leben der Menschen prägt. Bist Du selbst ein sehr unglücklicher Mensch? Oder hat Dich das Leben bisher reich beschenkt? Hast Du in Deine bisherigen Leben viel Leid ertahren müssen?

Sicher ist vieles von dem, was auf ”auf ewig” zu hören ist, teils autobiographisch. Für mich war das Schreiben von ”auf ewig” eine Art Reinigungsprozess meiner Seele. Bevor ich meine Frau kennen gelernt habe, war ich viele Jahre unglücklich und einsam gewesen. Und dies drückt sich auf dem Album in potenzierter Form aus. Viel handelt von Menschen, denen ich begegnete und den negativen Erfahrungen, die ich mit ihnen machte. Sicher gab es auch Ausnahmen, aber ich bin doch sehr oft enttäuscht worden und dies ist auf dem Album auch zu hören. Auch auf das Thema Krankheiten und Schmerzen bin ich auf diesem Album näher eingegangen, da ich in den letzten Jahren leider viele Erfahrungen in dieser Hinsicht sammelte. Und sicher ist es die natürliche Angst vor dem Tod, die mich immer wieder dazu inspiriert neue Texte zu schreiben. Allerdings ist eXplizit einsam eben nur ein Teil von mir und es gibt auch viele Momente in denen ich glücklich bin und lache. Nur mir erscheint es einfach so, dass ich dann nur Songs schreiben kann, wenn ich eben dieses unglückliche Gefühl in mir habe.

BLACK: Muss man einmal im Leben abgrundtief unglücklich gewesen sein, um die hellen Seiten des Lebens mehr schätzen zu können?

Ja, das denke ich ganz sicher. In den letzten Jahren gab es viele Dinge, die sich in meinem Leben ereignet haben und gerade heutzutage geniesse ich jeden Augenblick des Glücks mit meiner Familie. Ich lebe heute wesentlich bewusster und intensiver als noch vor einigen Jahren. Früher war mir vieles egal – heute ist das nicht mehr so und ich mache mir zu vielen Dingen Gedanken und versuche sie in Worte zu fassen Allerdings steht der Aufarbeitungsprozcss meiner selbst immer noch im Vordergrund und dies ist für mich eine sehr wichtige Sache durch die ich eine innere Ausgeglichenheit finde

BLACK: Ist ”auf ewig” überhaupt Dein Debüt? Falls nein, was war denn bereits vorher als CD-R oder Tape erhältlich?

,Auf Ewig” ist ein sehr wichtiges Album für mich und eXplizit einsam. Die CD ist erstmals deutschlandweit über SX Distribution erhältlich. Dies war bei früheren Veröffentlichungen nicht der Fall. Es handelt sich um die erste ”richtige” CD – zuvor gab es lediglich CD-R Alben und Tapes. ”Auf Ewig” ist eigentlich das sechste Album. Zuvor gab es als CD-R bereits die Alben ,,Kelch der Trauer” (2001l, ”Das Elixier” (1999), ,,Erben des Vergessens” (1997), ”Im Paradies der verlorenen Tränen” (1995) und ”Prolog” (1993l. Dazu gab es noch diverse Singles ”Weitenflucht” (1999). ”Traum vom Leben” (2000)...Eloquenz” i2001), ”Demenz (2003) und als Demotapes ”Das Trauma” (1992), ”Ohne Dich” (1993), ”Im Paradies der verlorenen Tränen” (1995)...Das elfte Gebot” (1995) und ”... und am Firmament die Finsternis’ (1996).

BLACK: Gibt es davon noch Aufnahmen, die man käuflich erwerben kann?

Nein mit dem Release des neuen Albums bricht für eXplizit einsam ein neues Zeitalter an. Die bisherigen Veröffentlichungen sind nun leider nicht mehr erhältlich. Alterdings überlegen wir einige Sachen auf CD zu gegebener Zeit wieder zu veröffentlichen.



BLACK: Die Lyrix tauchen in Deinen Lieder nun hauptsächlich im Rezitativ auf, kannst Du auch ”richtig” singen? Falls nicht, würdest Du es gerne lernen wollen? Oder findest Du Deinen Style so, wie er ist perfekt?

Ich habe es bisher noch nicht probiert, ehrlich gesagt, aber es könnte sehr interessant sein. Vielleicht sollte ich es mal probieren. Ich finde den Style von eXplizit einsam so wie er ist recht gut und viele haben mir bereits gesagt, dass ich über eine schöne Sprechstimme verfüge. Aber ich komme in letzter Zeit immer mehr zu der Erkenntnis, dass ich wieder offener für Experimente sein muss. Und ich plane auch einige neue Songs mit echter Gitarre und Schlagzeug einspielen zu lassen. Vielleicht passt eine Singstimme dann besser. Mal sehen.

BLACK: In einer Sache muss ich Deine interpretatorische Hilfe erbitten: der Song 1+1=2? Macht mir Kopfzerbrechen – bekomme ich eine Erklärung ?;-)

Das Lied entstand ursprünglich im November 2000 zu einer Zeit in der ich mich sehr schlecht gefühlt habe. Das Thema des Songs sind einfach Beziehungen und deren Folgen. Es ist einfach gesagt, die mathematisch logische Erfassung des Beziehungsproblems. Am Anfang des Songs heißt ess ”eins plus eins macht zwei” – zwei Menschen kommen zusammen – dann später ,zwei minus eins macht eins” – der eine verlässt den anderen und man ist wieder einsam und zum Schluss ,,ein minus eins macht null” – in letzter Konsequenz ist dies der Tod. Die Interpretation des Schlusses ist sicher in vielfältiger Weise möglich – ist man jetzt nun wirklich tot und begeht Selbstmord oder fühlt man sich nur so als ob man tot wäre. Hat man lediglich Gedanken an den Tod und spielt mit diesem? Ich denke, es drückt auf einfache Weise das Problem aus, mit dem wir uns alle immer beschäftigen. Wie geht man damit um, jemand zu verlieren? Jeder muss darauf selber die Antwort finden.

BLACK: Woher stammt Deine Liebe zur Musik? Leider ist es ja heute eher so, dass Männer (entschuldige dieses fiese Klischeeurteil) hauptsächlich Knöpfe am Synthie drehen und in das Mikro grunzen. Welches ist Dein höchstpersönlicher Anspruch an Deine Musik?

Schon seit ich denken kann, liebe ich Musik. Dies fing schon an, als ich gerade mal laufen konnte, da tanzte ich schon zu Klängen aus dem Radio. Ich möchte die Menschen mit meiner Musik auf ihrer Gefühlsebene erreichen. Ich möchte vor allem aber auch einfach ehrlich in meinen Songs sein . Es gibt eigentlich kein Lied, bei dem ich den Leuten nur etwas vorspiele. Es handelt sich immer um ehrliche Gefühle oder Erlebnisse, die sich hinter den Songs verbergen. In der heutigen Zeit gibt es ja nur noch wenige Singer/Songwriter, die sich selbst durch ihre Musik erfahren. Bands werden in dämlichen Superstarshows gecastet und bekommen Songs zu singen, die sie selber nicht geschrieben haben, und das, was sie singen haben sie selber nicht erlebt. Ich finde das sehr traurig. Und so möchie ich nicht sein.

BLACK: Was war die Initialzündung, zu sagen: hey, dann mach ich doch mal selbst eine Platte? Meinst du nach all den Jahren? Nun. nach dem letzten CD-R Album „.Kelch der Trauer” war ich einfach müde des Brennens geworden. Jede CD-R selber brennen in den PC einlegen und einen Knopf drücken, dass wurde einfach zu zeitaufwendig. Ein weiterer Nachteil war, dass CD-Rs immer noch nicht auf allen CD-Playern einwandfrei abspielen, ausserdem gehen sie viel schneller kaputt. Im Laufe der Zeit reifte in mir die Erkenntnis, dass, falls es ein weiteres Album geben würde, dieses nicht mehr als CD-R sondern als CD erscheint. Die Leute schätzen eine CD einfach mehr als eine CD-R und als Künstler erkannte ich, dass auch ich es einfach mehr schätzen würde, meine Musik auf CD wieder zu finden. Meine Musik bedeutet mir einfach sehr viel und ist für einen Rohling viel zu schade. Zudem denke ich, dass ich bei den neuen Songs von der Aufnahmetechnik her nun einen qualitativ ansprechenden CD Sound erreicht habe.

BLACK: Welche Künstler sind Deine Vorbilder? Wie bist Du eigentlich seinerzeit (wann eigentlich) in dieser Szene angekommen? Angefangen hat alles mit den Sisters Of Mercy bzw. Siouxie & The Banshees. Ich hörte die Musik der Bands einige Jahre lang, bevor ich aktiv in die Szene einstieg (das war so um 1990). Hier in Köln gibt es seit langem einen kleinen Club LALIC, wo Dienstags und Mittwochs Gothic, Darkwave und Electro Musik gespielt wird. Irgendwann ging ich auch mal dorthin und mir gefiel die Musik sehr gut, und ich fühlte mich schnell dort irgendwie wie zuhause. Nach und nach lernte ich mehr Bands kennen und mir gefielen vor allem die deutschsprachigen Sachen wie Tommi Stumpff und Einstürzende Neubauten. Ich beschäftigte mich näher mit der Szene und ihren Inhalten. Irgendwie hatte ich das Gefühl einer Wesensverwandschaft zu den Leuten, die ich kennen lemte. Sei Kunst oder Kultur – man hatte ähniiche interessen und in mir reifte die Erkenntnis, dass ich eigentlich schon sehr lange innerlich ,,schwarz” war. Das Äussere passte sich dann erst nach und nach an und so wurde ich Teil der Szene.

BLACK: Du schreibst sowohl die Musik als auch die Texte selbst – wie lange hat es denn gedauert bis Dein Debüt soweit gereift war, dass Du es an die ersten Labels geschickt hast?

Ich habe noch nie eine CD an ein Label geschickt. Ich habe die Sachen immer selbst produziert. Mir war irgendwie immer klar gewesen, dass meine Art von Musik zu speziell ist, ais dass sich dafür ein Labei finden würde. Stattdessen bin ich hingegangen und habe Radiostationen, Magazine, DJs und andere Kontakte bemustert und nach und nach sind die Leute so auf mich aufmerksam geworden.

BLACK: Etwa die Hälfte Deiner Songs auf ’*auf ewig*’ sind instrumental – wenn Du Dich entscheiden müsstest, Musik mit oder ohne Stimme und Du wärst ewig an diese Wahl gebunden... wie würdest Du entscheiden?

Bin ich doch nicht Das ist ja gerade das Konzept, welches ich auf dem neuen Album ,,Auf Ewig” wie auch schon auf früheren Alben verfolge. Allerdings spüre ich starke Tendenzen hin zu instrumentaler Musik – aber noch eher zu klassischer Musik. Vielleicht wird es eines Tages ein rein klassisches instrumentales Album geben – ich finde diesen Gedanken sehr interessant.

BLACK: Bist Du ein echter Romantiker? Romantiker ist ein sehr weiter Begriff – sicher bin ich ein sehr nachdenklicher Mensch, der Träume und Sehnsüchte hat. Bei meinen Texten kommen viele dieser Träume und Sehnsüchte zum Ausdruck. Ich würde mich aber selbst nicht als Romantiker bezeichnen wollen, obwohl die Musik von eXplizit einsam in Richtung Schwarzromantik und Todeskunst geht. eXplizit einsam ist ein Teil von mir und vielleicht ist es genau dieser Teil, der den Romantiker in mir widerspiegelt.

BLACK: Mit welchen Künsflern beschäftigst Du Dich in Deiner Freizeit? Gibt es eine Phase in der Geschichte. / Kunst, die Dich besonders fasziniert oder beeindruckt?

Im künstlerischen Bereich finde ich die Werke von Picasso und Caspar David Friedrich sehr interessant – abstrakte Darstellungen der Realität haben einen gewissen Reiz – ich denke mit der Musik ist das ähnlich. Auch hier ver sucht man die Realität in einer gewissen Form darzustellen. Besonders interessant finde ich auch die historische Phase zu Beginn des 19 Jahrhunderts – wenn ich Filme und Darstellungen über dieser Zeit sehe spüre ich immer eine besondere Wesensverwandschaft. Die Art sich zu kleiden und das Leben ist mir auf eine komische Weise sehr vertraut. Vielleicht habe ich in dieser Zeit bereits schon einmal gelebt, wer weiss?

BLACK: Jeder Mensch hat sie, jeder vergöttert sie (mehr oder weniger): die musikalischen Heroen der Jugend und der Gegenwart. Deine persönliche all time faves?

Wie ich schon bereits sagte interessier te ich mich früher sehr für Bands wie Sisters Of Mercy, Siouxie & The Banshees. Joy Division, Bauhaus oder Killing Joke, später wandelte sich dies und ich interessierte mich stärker für deutschsprachige Underground Sachen – ich finde z.B. auch einige Bands der NDW Zeii sehr gut wie etwa Ideal oder Spliff, und im elektronischen Bereich die frühen Kraftwerk Sachen aus den 70’er Jahren. Aber wenn ich nun sagen sollte, dass es eine Band gibt, die für mich wirklich musikalische Heroen waren, muss ich das verneinen. Ich hatte immer phasenweise Interesse für bestimmte Bands und damit haben sich dann auch zumeist ganz bestimmte Lebensabschnitte und Erfahrungen verbunden. Das ist heute auch noch so und wenn ich Musik aus früheren Tagen höre dann erinnere ich mich auch oft an Ereignisse aus dieser Zeit.

BLACK: In dem Labelfeature wurde Deine Musik als Fusion (...) mit dem typischen Charme neuer Deutscher Todeskunst” beschrieben. Kannst Du Dich in dieser Beschreibung wieder finden? Oder möchtest Du lieber ”schubladenfrei” bleiben?

Ich denke, dass diese Beschreibung die Musik von eXplizit einsam zum jetzigen Zeitpunkt recht gui widerspiegelt. Wie anders soll jemand, der eXplizit einsam nicht kennf, in all der Kürze etwas über uns erfahren, sodass er sich vielleicht für die Musik interessiert7 Man muss halt zu solchen ”Schubladen” manchmal greifen. weil es diese Schubladen halt auch gibt. Dass darüber hinaus eXplizit einsam für mich mehr ist als das, was in der Beschreibung steht, steht ausser Frage. Aber ich bin insgesamt mit der Beschreibung recht zufrieden und hoffe, dass sich so der ein oder andere in etwa vorstellen kann, welche Musik ihn erwartet.

BLACK:

Eine einfache Mail kann so viel bewirken – und auch in diesem Fall war es so. Ich bin im Internet auf die Seite von SX Distribution aufmerksam geworden. Zu dem Zeitpunkt war ich auf der Suche nach einem geeigneten Vertrieb. Als ich las, dass SX Distribution auch CDs von Künstlern ohne Label vertreiben, entschloss ich mich spontan dazu, eine E- Mail an SX zu schicken. Und die Antwort kam recht überraschend und schnell. Es stellte sich heraus, dass Martin Muders selber eXplizit einsam mag und einige CD-Rs sein eigen nennt. Nach ein paar Mails und einem Telefonat war dann praktisch schon alles geklärt und der Vertrag unterschrieben. Ich bin sehr froh und glücklich, dass es so gekommen ist. Für eXplizit einsam ist SX Distribution der ideale Par1ner und ich arbeite geme mit diesem Vertrieb zusammen.

BLACK: Eine letzte Frage: Was macht der Mensch Andreas Ohle, wenn er nicht gerade Musik macht?

Na, da gibt es so einiges und alles hat wiederum mit Musik zu tun. Einerseits gebe ich seit 7 Jahren das Dark Heart Magazin heraus – anfangs als Printmagazin ist es heutzutage ein grosses kostenloses Onlinemagazin. Und dann bin ich hier in Köln ab und zu auch als DJ unterwegs – besser bekanni als DJ Andy vom Dark Club Coiogne. Und den Rest der Zeit verbringe ich mit meiner Familie. die mir sehr viel bedeutet. Ich versuche jeden Tag intensiv zu erleben und die Zeit zu nutzen, die mir auf Erden bleibt.

BLACK: Herzlichen Dank für Deine Mühe und Geduld und viel Glück für die Zukunft!

Ich dank Euch für Euer Interesse. Es hat mir Spass gemacht, Deine Fragen zu beantworten. In gewisser Weise war es für mich wie eine Art Selbstanalyse. In diesem Sinne nochmals vielen Dank.

– Rebekka Elisabeth Härtl für BLACK–
- Andreas Ohle für eXplizit einsam -
- Quelle: Black 35 – Frühling 2004